Bioindikatoren (SteamSensor-BI) bieten eine verlässliche Aussage über die Abtötung von Mikroorganismen. Sie werden zur Überprüfung des Sterilisators nach Umbauten oder Reparaturen herangezogen. Auch bei abweichenden Ergebnissen der täglichen Routine- oder Chargenkontrolle sollte der Sterilisator mit Hilfe von Bioindikatoren auf seine Leistungsfähigkeit überprüft werden. Um die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit gewährleisten zu können, wird eine periodische Prüfung mit Bioindikatoren halbjährlich und/oder alle 400 Chargen empfohlen.

Gerade bei Sterilisationsverfahren, bei denen zur Zeit die Problematik der Validierung noch nicht gelöst ist, wird dieses Vorgehen empfohlen. Standard-Sporenpäckchen werden lose in den Sterilisator eingelegt und liefern somit den Nachweis, dass Sterilisationsbedingungen in der Sterilisationskammer vorgelegen haben.

Die Sterilisationswirkung in Hohlkörpern (Turbinen, Winkelstücke, MIC-Instrumente, Schläuche, etc.) und ähnlichem Instrumentarium wird durch diese Standard-Sporenpäckchen jedoch nicht nachgewiesen. Um Hohlkörper-Instrumente überprüfen zu können, benötigt man ein Test-System welches diesem Instrumentarium nachempfunden ist. Die SMU-BI (SMU-Biological Indicator), weltweit einziges Einweg–Hohlkörpertestsystem mit integriertem Bioindikator, wird in die Sterilisationskammer eingelegt und nach dem Sterilisationszyklus wieder entnommen. Erst in unserem Fachlabor wird die SMU-BI geöffnet und der Bioindikator ausgewertet. Diese Vorgehensweise schließt eine Fehlinterpretation durch Rekontamination oder Beschädigung der Glassine-Umhüllung des Bioindikators aus.